Sprache ist mehr als ein Mittel zur Verständigung. Sie prägt, wie wir die Welt wahrnehmen, schafft Zugehörigkeit und macht gesellschaftliche Entwicklungen sichtbar. Der diesjährige Akademientag nähert sich diesem Thema aus unterschiedlichen Perspektiven: In Diskussionen geht es unter anderem um Sprache und Politik, digitale Kommunikation, Mehrsprachigkeit und Emotionen. Am Abend verbindet die Veranstaltung „Die Sprache der Musik & der Dichtung“ schließlich literarische und musikalische Perspektiven.
Ein besonderer Schwerpunkt ist der Forschungsparcours von 10:30 bis 16:00 Uhr. Rund 20 Projekte aus dem Akademienprogramm zeigen, wie Sprache erforscht wird – von Dialekten und historischen Texten über alte Schriftzeugnisse bis hin zu digitalen Methoden und Künstlicher Intelligenz.
Auch Projekte der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste sowie Mitglieder des Jungen Kollegs sind vor Ort und geben Einblicke in ihre Forschung:
- Dialektatlas Mittleres Westdeutschland
- Edition Fränkische Herrschererlasse
- Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften
- Formierung Europas durch Überwindung der Spaltung im 12. Jahrhundert
- „Gefühle im Spiegel der Sprachgeschichte“ – Impuls von Dr. Svenja Bonmann, Indogermanistin an der Universität zu Köln und Mitglied des Jungen Kollegs
Der Akademientag bietet damit Gelegenheit, Forschung kennenzulernen und mit den Menschen dahinter ins Gespräch zu kommen: Was untersuchen die Projekte? Wie arbeiten Forschende mit historischen Quellen, Sprache und digitalen Methoden? Und was können wir daraus über unsere Gesellschaft lernen?
Wir freuen uns auf Ihren Besuch in Göttingen! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich und der Eintritt ist frei.
Weitere Informationen und das vollständige Programm: Von Moin bis Meme. Sprache macht Gesellschaft