Rückblick auf das zweite Netzwerktreffen der nordrhein-westfälischen Projekte des Akademienprogramms 2026

Wie verändert Künstliche Intelligenz geisteswissenschaftliche Forschung? Wie lässt sich gesellschaftliche Wirkung als Teil wissenschaftlichen Arbeitens stärken? Und wie können Forschende aus unterschiedlichen Projekten voneinander profitieren? Diese Fragen bildeten den inhaltlichen Schwerpunkt des jährlichen „Netzwerktreffens des Akademienprogramms“ am 3. Juni 2026 und boten den Rahmen für einen intensiven Austausch über die Zukunft geisteswissenschaftlicher Forschung.

Männer und Frauen sitzen an großen Tischen im Foyer der Akademie.

Foto: AWK | Bettina Engel-Albustin, 2026


Vor allem aber stand die Veranstaltung für das, was das Akademienprogramm und die Akademie insgesamt auszeichnet: den Wert des persönlichen Gesprächs und einer lebendigen wissenschaftlichen Gemeinschaft. Zum Auftakt beschrieb Präsident Prof. Dr. med. Dr. h.c. Dr. h.c. Gerd Heusch die Akademie als „geistigen Ort“ des wissenschaftlichen Austauschs. Sie sei nicht nur Trägerin des Akademienprogramms, sondern lebe vor allem vom Engagement ihrer Forschenden, ihrem Wissen und ihrer Bereitschaft, Erfahrungen und Perspektiven miteinander zu teilen. Er betonte, dass es der Akademie ein Anliegen sei, den Austausch mit und zwischen den Projekten in Zukunft weiter zu intensivieren.

Den inhaltlichen Teil des Tages eröffneten die neuesten Projekte des Akademienprogramms. In kurzen Impulsvorträgen präsentierten sie ihre Forschung und gaben Einblicke in aktuelle Fragestellungen. Die Beiträge machten die thematische Vielfalt des Akademienprogramms sichtbar.

Am Nachmittag standen zwei Workshops im Mittelpunkt, die sich projektübergreifenden Zukunftsthemen widmeten. Im Workshop „Digitalität im Akademienprogramm: KI und Verantwortung“ der Koordinierungsstelle Digital Humanities (Dr. Claes Neuefeind & Jonathan Blumtritt, Universität zu Köln) diskutierten die Teilnehmenden über Chancen und Herausforderungen des Einsatzes Künstlicher Intelligenz sowie über Fragen wissenschaftlicher Verantwortung. Parallel dazu beschäftigte sich der Workshop „Strategisch Wirkung entfalten: Impact und Transfer“ (Dr. Lisanne Rother, Forschungsreferentin Akademienprogramm) mit wirksamen Möglichkeiten und Strategien, Forschungsergebnisse in der Gesellschaft sichtbar zu machen und die gesellschaftliche Wirkung stärker ins wissenschaftliche Arbeiten zu integrieren.

Auch im nächsten Jahr wird das Netzwerktreffen ein Forum für den wissenschaftlichen Austausch und die gemeinsame Gestaltung zentraler Themen des nordrhein-westfälischen Teils des Akademienprogramms bleiben. Wir freuen uns!