Die multiplen Krisen der Gegenwart und die zurückgehende Belastbarkeit langjähriger Bündnisse stellen auch das Wissenschaftssystem vor neue Herausforderungen. Forschungsergebnisse und Technologien, die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und gesellschaftlichen Fortschritt sichern – von Künstlicher Intelligenz über Mikroelektronik bis hin zu Raumfahrt-, Energie- oder Materialforschung – weisen sicherheitsrelevante Aspekte auf, die mehr und mehr in den Fokus rücken.
Vor diesem Hintergrund stellen sich für die Wissenschaft in NRW grundlegende Orientierungsfragen: Welche Rolle sollen Forschung und Entwicklung übernehmen, wenn sicherheitspolitische Anforderungen erstmals seit Ende des Kalten Krieges wieder stärker in den Blick geraten? Ist eine sicherheitspolitisch orientierte Wissenschaft unumgänglich? Mit welchen Partnern kann eine eventuelle Neuausrichtung gestaltet werden – und welche politischen und institutionellen Rahmenbedingungen braucht es dafür?
Programm
Gemeinsame Begrüßung
Prof. Dr. Martin Paul, Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz der Universitäten
Prof. Dr. Gerd Heusch, Präsident der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste
Prof. Dr. Dieter Bathen, Vorstandsvorsitzender der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft
Grußwort
Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen
Keynote
Prof. Dr. Tobias Bunde
Professor für Internationale Sicherheit, Hertie School; Direktor für Forschung und Politik, Münchner Sicherheitskonferenz
Impulse
Prof. Dr. Anja Steinbeck, Rektorin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Dr. Harald Cremer, Aerospace.NRW
Prof. Dr. Conrad Schetter, Bonn International Centre for Conflict Studies
Prof. Dr. Wolfgang Marquardt, ehem. Leiter des Forschungszentrums Jülich und ehem. Vorsitzender des Wissenschaftsrates
Podiumsdiskussion
Moderation
Dr. Jan-Martin Wiarda, Bildungs- und Wissenschaftsjournalist
Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenlos. Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich.