Extremistische Strömungen und Positionen gewinnen in vielen Bereichen unserer Gesellschaft an Einfluss. Auch Hochschulen sehen sich zunehmend mit den daraus resultierenden Herausforderungen konfrontiert. Aktuelle Studien zeigen, dass insbesondere das Erstarken rechtsextremer Positionen eine erhebliche Gefahr für demokratische Strukturen, den offenen wissenschaftlichen Diskurs und die Freiheit von Forschung und Lehre darstellt.
Die Delegitimierung wissenschaftlicher Erkenntnisse, die politische Instrumentalisierung von Forschung sowie Angriffe auf wissenschaftliche Institutionen gehören längst zum Repertoire extremistischer Akteure.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie Hochschulen ihre institutionelle Autonomie und die individuelle Wissenschaftsfreiheit wirksam schützen können.
Welche Handlungsmöglichkeiten bestehen, wenn grundlegende Freiheitsrechte unter Druck geraten? Wie können Hochschulen auf politische Einflussversuche reagieren? Und wie lässt sich Forschung als zentrale Voraussetzung für die Bewältigung gesellschaftlicher Zukunftsaufgaben und die Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele der Ver- einten Nationen resilient gestalten?
Diesen Fragen widmet sich das diesjährige Nachhaltigkeitsforum des Jungen Kollegs. Gemeinsam mit der Nachhaltigkeitsinitiative Humboldtⁿ und der Landesrektorenkonferenz der Universitäten in NRW werden aktuelle Entwicklungen analysiert und Strategien zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Wissenschaft und Hochschulen gegenüber politischem Extremismus diskutiert.
Wir laden Wissenschaftler:innen, Hochschulleitungen, Studierende sowie alle Interessierten herzlich ein, sich an dieser aktuellen Debatte zu beteiligen.
Programm
Begrüßung
Prof. Dr. Birgitta Wolff, Rektorin der Bergischen Universität Wuppertal und Sprecherin von Humboldtⁿ
Dr. Fabian Schulz, Generalsekretär der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste
Dr. Elisabeth Kreidt und Dr. Paula Rhein-Fischer, Junges Kolleg
Impulsvorträge
Politischer Extremismus und die Freiheit von Forschung und Lehre
Prof. Dr. Klaus F. Gärditz, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Von Haltung zum Handeln: wie Hochschulen Wissenschaftsfreiheit schützen und Resilienz stärken können
Prof. Dr. Stefan Stürmer, Rektor der FernUniversität in Hagen
Panel I: Resilienz der individuellen Wissenschaftsfreiheit
Prof. Dr. Christina Brüning, Philipps-Universität Marburg
Prof. Dr. Klaus F. Gärditz, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Kristin Küter, Scicomm-Support
Dr. Lars Lott, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Dr. Tim Wihl, Universität Erfurt
Panel II: Resilienz der institutionellen Autonomie von Hochschulen
Prof. Dr. Viola Hartung-Beck, Fachhochschule Dortmund
Dr. Sven Jürgensen, Ruhr-Universität Bochum
Prof. Dr. Andreas Nitschke, Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung Altenholz
Janos Richter, Verfassungsblog
Prof. Dr. Stefan Stürmer, Rektor der FernUniversität Hagen
Policy Lab – Gemeinsame Herausarbeitung konkreter Lösungsansätze
Im Anschluss an die Veranstaltung sind Sie ab 18:30 Uhr herzlich zu Empfang und Austausch eingeladen.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen! Die Teilnahme an der Veranstaltung ist ausschließlich nach vorheriger namentlicher Anmeldung unter anmeldung(at)awk.nrw.de möglich. Bitte beachten Sie, dass beim Einlass ein gültiger Personalausweis (oder Reisepass) vorgelegt werden muss. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass Personen ohne vorherige Anmeldung oder ohne entsprechenden Ausweis leider keinen Zutritt zur Veranstaltung erhalten können. Vielen Dank für Ihre Mitwirkung.