Wahrheit im Wandel
Die Projektgruppe beschäftigt sich interdisziplinär mit dem Wandel wissenschaftlicher Erkenntnisse und der Frage, wie sich dadurch Vorstellungen von „Wahrheit“ verändern. Im Mittelpunkt steht die produktive Spannung zwischen wissenschaftlicher Gewissheit und Zweifel: Neue Daten, Methoden und Perspektiven führen dazu, dass vermeintlich gesicherte Erkenntnisse überprüft, korrigiert oder neu bewertet werden. Die Gruppe untersucht, wie solche Veränderungsprozesse kommuniziert werden können und wie sich wissenschaftliche Unsicherheit als selbstverständlicher Bestandteil von Erkenntnis vermitteln lässt, ohne das Vertrauen in Wissenschaft zu gefährden.
Über die wissenschaftliche Perspektive hinaus bezieht die Projektgruppe auch Kunst und Gesellschaft in ihre Überlegungen ein. Dabei geht sie der Frage nach, wie künstlerische Formen, etwa der Dokumentarfilm, mit dem Anspruch auf Wahrheit umgehen und welche Rolle Interpretation, Narration und subjektive Perspektiven dabei spielen. Ebenso wird betrachtet, wie Gesellschaften mit konkurrierenden Deutungen von Wirklichkeit umgehen.
Die Ergebnisse der Projektgruppenarbeit wurden im Rahmen der Veranstaltung „Wahrheit im Wandel“ präsentiert und zur Diskussion gestellt. An der Schnittstelle von Wissenschaft, Kunst und öffentlicher Kommunikation lud die Veranstaltung dazu ein, vertraute Vorstellungen von Wahrheit zu hinterfragen und die Dynamik wissenschaftlicher Erkenntnis als produktiven Prozess zwischen Gewissheit und Zweifel zu beleuchten.
Laufzeit:
seit 2026
Aktivitäten und Ergebnisse:
Veranstaltung „Wahrheit im Wandel“
Zu den Bildern der Veranstaltung
Beteiligte:
PD Dr. Lorenz Dörschel
Regelungstechnik RWTH Aachen
Jun.-Prof. Dr. Cécile Gachet
Mathematik
Ruhr-Universität Bochum
Dr. Carolin Gebauer
Anglistik/Amerikanistik
Bergische Universität Wuppertal
Laurentia Genske
Dokumentarfilmerin
Jun.-Prof. Dr. Hannes Gernandt
Mathematik
Bergische Universität Wuppertal
Jun.-Prof. Dr. Urban Seifert
Physik
Universität zu Köln