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Gesellschaft mit Migrationshintergrund: Fachsymposium und Leo Brandt-Vortrag am 12. Oktober in der Akademie

Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste hat Migration zu ihrem Leitthema erklärt. Eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe der Akademie beleuchtet das komplexe Thema aus unterschiedlichsten Blickwinkeln.

Gegenwärtig stehen Migration und Flucht im Zentrum öffentlicher Aufmerksamkeit, eng verknüpft mit dem Krieg in der Ukraine, der Energiekrise und der Klimakrise. Aktuelle Diskussionen um Migration betreffen darüber hinaus weitere Themen wie die Alterung in der Gesellschaft, Lebensverhältnisse und sozio-ökonomische Entwicklung in den Herkunftsländern, aber auch kulturelle Anerkennung und religiöse Vielfalt. Migration ist zu einem Querschnittsthema geworden, das viele, wenn nicht alle gesellschaftlichen Bereiche erfasst. Insofern kann man sagen, dass wir in einer „Gesellschaft mit Migrationshintergrund“ leben.

Eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe der Akademie befasst sich mit den komplexen Prozessen der Migration. Neben geistes-, rechts- und sozialwissenschaftlichen Perspektiven aus Geschichte, Psychologie, Rechtswissenschaften, Ökonomie, Soziologie, Theologie und den Künsten sind auch naturwissenschaftliche Ansätze in den Diskussionen der Arbeitsgruppe Migration vertreten, so durch Physikalische Chemie, Biologie und Medizin.

Das Fachsymposium am 12. Oktober verschafft einen Einblick in die laufenden Arbeiten dieser Arbeitsgruppe, präsentiert Studien der nominierten Nachwuchswissenschaftler und Nachwuchswissenschaftlerinnen zum Karl-Arnold-Preis 2022 und öffnet den Blick auf aktuelles Fluchtgeschehen mit den langfristigen Folgen für Herkunfts-, Transit- und Ankunftsregionen. Dabei kommen auch Organisationen zu Wort, die sich für die Belange von Migrantinnen und Migranten einsetzen. Abschließend entwickelt die römische Philosophin Donatella Di Cesare eine kosmopolitische Perspektive auf Migration und Flucht.